Ein serviceorientierter Ansatz zur Integration
Die Anforderungen nach Vernetzung, Durchgängigkeit, Transparenz und Agilität der Geschäftsprozesse zu erfüllen verlangt ein hohes Maß an Integration von Anwendungen und Daten. Mit gängigen Mittel ist das nur unter hohem Aufwand zu schaffen. Die Aufgabe erfordert einen neuen Lösungsansatz, der einfacher umzusetzen ist und zugleich neue Möglichkeiten bietet, Geschäftsprozesse und Workflows zu gestalten.
Wenn die Zukunft der Supply Chain 4.0 im optimalen Zusammenspiel aller Komponenten liegt, wie lässt sich dies am besten arrangieren? In der modernen Logistik sind es zurzeit meist Lager- und Transport-Management-Systeme, die diese Aufgabe übernehmen und damit laut PwC für mehr als 50 Prozent der zu erwartenden Kosteneinsparungen beitragen.
Lager-Management-System (Warehouse-Management-Systeme, WMS) decken sämtliche Lagerprozesse ab – vom Wareneingang und von der Einlagerung über Veredelungsprozesse bis hin zur Kommissionierung und zum Warenausgang. Im Wareneingang zum Beispiel vergibt das System Termine für die Anlieferung und unterstützt die Einlagerungsprozesse. Schichtleiter können sich mit Diagrammen über die aktuelle Arbeitseffizienz informieren und bei Bedarf einschreiten.

Integrierte Anwendungen wie Lager-Management-Systeme sind für 50 Prozent der Kosteneinsparungen in der Logistik verantwortlich. (Quelle: PwC-Studie „Connected and Autonomous Supply Chain Ecosystems 2025)
Integrierte Systeme in der Logistik
Das Spektrum eines Transport-Management-Systems (TMS) reicht vom strategischen Einkauf der Transportkapazitäten über die Konsolidierung der Frachteinheiten, die Planung der einzelnen Transporte und die Ausschreibungen für die Auftragsvergabe bis zur Rechnungserstellung. Das System unterstützt Transportplaner über alle Transportmodi hinweg und ist global einsetzbar. Ein Großteil der Transporte wird über einen Optimierungsalgorithmus erstellt – so wird schnell der effizienteste Transportplan gefunden. Integrierte Plattformen erhöhen das Tempo durch die enge Integration einzelner Lösungen. Beispielsweise werden in einem Transitlager die ankommenden Produkte für den weiterführenden Transport sofort umgepackt und in den Verladebereich gebracht. Sie verlassen somit das Lager wieder innerhalb kürzester Zeit. So können etwa Verkäufer die Transporteinheiten eines Auftrags simulieren und so spezifische Rabatte gewähren, um die Lkws beim Transport optimal zu nutzen.