Integration – Herausforderungen aus Sicht der IT

Die IT-Landschaft von Logistikunternehmen ist nicht gerade arm an Anwendungen. Jede von ihnen versucht, ihren Job so gut wie möglich zu machen – auf ihre Weise. Genau das wird aber zum Problem, wenn umfassende Vernetzung, eine gemeinsame Datenbasis und bereichsübergreifende Workflows verlangt werden.

Die Erweiterung großer Business-Anwendungen zu monolithischen Systemen zu dem Zweck, durchgängige Prozesse abzubilden, hat sich häufig als überambitionierter Irrweg erwiesen – einerseits. Andererseits erzeugt die Vielfalt an Best-of-Breed-Anwendungen ein Plus an Komplexität und steht einer höheren Transparenz, durchgängigen Geschäftsprozessen und einer stärkeren Automatisierung im Weg. Das ist in vielen Unternehmen eine denkbar ungünstige Ausgangsposition angesichts der nun anstehenden Aufgaben:

Integration unterschiedlicher Datenquellen: Ein gemeinsames Daten-Repository löst die Aufgabe nur zum Teil. Um durchgängige Prozesse und Workflows zu gestalten, ist auch der Kontext dieser Daten im Sinne von IT-Services nötig.

Vernetzung mit Partnern: Die Anforderungen an die Vernetzung gehen weit über den reinen Datenaustausch hinaus. Angesichts der Bildung von Partner-Ökosystemen ist auch eine Plattform für die Orchestrierung gemeinsamer Aktivitäten nötig.

Durchgängige Geschäftsprozesse: Die schnelle und zuverlässige Bereitstellung von Workflows zur Gestaltung durchgängiger Geschäftsprozesse setzt voraus, dass die IT-Services anwendungsübergreifend konfiguriert werden können. Dies ist häufig nicht machbar.

Stärkere Prozessautomatisierung: Die Möglichkeiten großer Business-Anwendungen zur Automatisierung von Abläufen sind durch den eigenen Wirkungsradius begrenzt. Eine anwendungsübergreifende Instanz ist auch hier nötig.

IoT-Integration: Das Internet of Things zeichnet sich durch eine hohe Diversität an Komponenten und Anwendungen aus. Zur Einbindung unterschiedlicher IoT-Komponenten in Geschäftsprozesse ist eine Instanz nötig, die IoT-Daten aggregiert und einheitlich aufbereitet.

KI-Unterstützung: Künstliche Intelligenz bietet die größte Chance zur Rationalisierung, Optimierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen. Auch sie braucht eine Plattform, über die sie sich anwendungsübergreifend entfalten kann.